„Flying High“ von Bianca Iosivoni | Rezension

VORSICHT: 2. Teil | Spoiler-Gefahr für „Falling Fast“ sowie für „Flying High“!

Während des Roadtrips hatte ich so oft Angst, selbst wenn mir nie akute Gefahr drohte. Aber ich hatte Angst davor, überhaupt loszufahren. Menschen anzusprechen. Mich mit fremden anzufreunden. Mich allein in ein Café oder ein Diner zu setzen. Nachts allein in meinem Auto zu schlafen. Zum Grab meines besten Freundes zu fahren. All das und noch viel mehr hat mir Angst gemacht, aber ich habe es trotzdem durchgezogen. Ich wollte für Katie mutig sein – aber irgendwann auch für mich selbst.

– „Flying High“ | Bianca Iosivoni | Seite 253 | LYX Verlag
„Flying High“ | Bianca Iosivoni | LYX Verlag

Details zum Buch

Autorin: Bianca Iosivoni

Verlag: LYX Verlag

Umfang: 407 Seiten

Genre: New Adult

Erscheinungsdatum: 29.07.2019

Klappentext

Das Einzige was für mich zählt, ist, dass du jetzt hier bist.

Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Hailee war klar, dass sie Chase verlieren würde. SIe wusste es von der ersten Sekunde an, als sie ihm gegenüberstand. Und doch hat er ihr Herz mit jedem Lächeln und jeder Berührung ein bisschen mehr erobert. Aber gibt es für sie beide überhaupt eine Chance? Oder müssen sie einsehen, dass manchmal nicht einmal die Liebe ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten.

Meine Meinung

Charaktere

Hailee und Chase haben sich ja schon im ersten Teil in mein Herz gestohlen – das hat sich auch jetzt nicht geändert. Es sind einfach großartig entwickelte, tiefgründige Charaktere. Beide machen in „Flying High“ ziemlich große Entwicklungen durch, für die ich sie bewundere. An Hailees Entscheidung, sich das Leben nehmen zu wollen, haben beide stark zu knabbern. Hailee, weil sie sich ihre Krankheit eingestehen muss, und Chase, weil er sie unterstützen will, jedoch nicht weiß, wie.

Im ersten Teil wirkte Hailee auf mich unsagbar selbstbewusst, stark und tapfer – und das ist sie auch weiterhin, tief in ihr drin. Doch überlagert werden diese Eigenschaften von Angst, Furcht und Verzweiflung. Bianca Iosivoni stellt Hailees Gefühle so klar dar, dass es kein Problem ist, sie nachzuvollziehen und sich in Hailee hineinzuversetzen. In dem Moment, als Hailee sich eingesteht, dass sie (professionelle) Hilfe benötigt, blickt das mutige Mädchen wieder durch.

Chase war im ersten Teil unfassbar lebensfroh, hat oft gelacht und nie seinen Humor verloren. Im zweiten Teil geht es ihm wie Hailee – Angst und Verzweifeln überlagern (verständlicherweise) seine grundsätzlichen Charaktereigenschaften. Seine Fürsorge für Hailee zeigt, wie sehr er sie liebt. #Bookboyfriendmaterial 🙂 Er steht zu Hailee und unterstützt sie mit allem, was in seiner Macht steht.

Beide beweisen in „Flying High“ sehr viel Mut, womit das ursprüngliche Thema wieder aufgegriffen wird.

Schreibstil

Ich zitiere mich selbst aus der Rezension zu „Falling Fast“:

„Bianca Iosivoni ist eine Meisterin der Worte. Sie malt Bilder mit Tinte, die so schön und herzzerreißend zugleich sein können.“

Daran hat sich auch im zweiten Teil nichts geändert.

Cover

Das Cover zu „Flying High“ finde ich sogar noch schöner, als das zum ersten Teil! Hier hat sich der LYX-Verlag selbst übertroffen. Das Gold harmoniert mit dem Blau wunderbar, noch besser, als mit dem Lila von „Falling Fast“. Einfach ein Traum!

Story

Und hier muss ich meinen Enthusiasmus leider etwas bremsen. Ich schreibe „Flying High“ gar nicht ab, dass alles so kommen musste, wie es gekommen ist. Besonders das Ende hat mir gefallen, die beiden haben ihr verdientes Ende bekommen. Doch insgesamt hat mir bei „Flying High“ etwas gefehlt. Ich kann nicht mal genau sagen, was es ist – irgendwie ist der Funke nicht vollkommen übergesprungen. Leider. Doch im Großen und Ganzen hat mir die Story gefallen und ich bin über jede einzelne Seite in diesem Buch froh!

Mein Lieblingszitat

Und vielleicht weine ich diesmal aus Glück und Trauer, aus Wehmut und Schmerz, Sehnsucht und Freude, weil all das und noch so viel mehr in mir tobt. Aber all das zu fühlen, bedeutet auch, am Leben zu sein. Und dieses Gefühl heiße ich zum ersten Mal seit viel zu langer Zeit wieder willkommen.

– „Flying High“ | Bianca Iosivoni | Seite 341 | LYX Verlag

Schlusswort

„Falling Fast“ | „Flying High“ | Bianca Iosivoni | LYX Verlag

Auch wenn mir „Falling Fast“ alles in allem besser gefallen hat (die Story wiegt für mich schwerer, als das Cover), so hat mir „Flying High“ dennoch sehr gut gefallen. Hailee und Chase sind nie aus der Rolle gefallen und man konnte ihre Gefühle und Gedanken zu jeder Zeit nachvollziehen. Der 2. Teil ist ein würdiger Abschluss der Dilogie, der Hailee und Chase das Ende gibt, das sie verdienen.

Hier kommt ihr übrigens zu meiner Rezi von „Falling Fast“:

https://zeilenmomente.home.blog/2019/06/09/falling-fast-von-bianca-iosivoni-rezension/(öffnet in neuem Tab)