„Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis“ von Alexandra Stückler-Wede | Rezension

Willkommen zurück, meine Lieben Bücherfreunde und Kürbisköpfchen 🙂 Heute dreht sich alles um „Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis“ von der lieben Alexandra Stückler-Wede. Ich hatte das große Glück, dieses Buch auf ihrem Instagram-Account (@alexandra_nordwest) zu gewinnen und kann es eigentlich immer noch nicht richtig fassen. So oder so, hier kommt jetzt meine Rezension zu „Elyanor“.

„Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis“ | Alexandra Stückler-Wede | Loomlight Books

Details zum Buch

Autorin: Alexandra Stückler-Wede

Originalsprache: Deutsch

Verlag: Planet! (in der Thienemann Esslinger GmbH)

Umfang: 407 Seiten

Genre: Fantasyroman

Erscheinungsdatum: 18.03.2019

Klappentext

Kann Liebe eine uralte Feindschaft überwinden? – Teuflisch gute Romantasy

Lya ist hübsch, schlagfertig – und die Tochter des Teufels. Um ihre Ausbildung abzuschließen reist sie nach London, wo sie prompt auf den unterkühlten Zayden trifft. Ihr Instinkt warnt sie vor ihm, und zu Recht: Zayden will Lya unbedingt tot sehen und setzt alles daran, ihr das Leben zu nehmen. Sie sind wie Licht und Finsternis – und trotzdem ziehen sie sich auf unerklärliche Weise an. Und eines wird Lya schnell klar – Zayden ist kein gewöhnlicher Mensch.

Charaktere

Bei „Elyanor“ kann ich mich gar nicht auf zwei Haupt-Hauptprotagonisten festlegen. Mir ist bewusst, dass es in der Geschichte um Lya (Elyanor) und Zayden geht. Aber auch Royath (alias Roy) und Annie spielen eine so große Rolle im Buch, dass ich sie mit zu den Hauptprotagonisten zählen wollen würde. Deshalb werde ich einfach zu allen meine Meinung kundtun, ob ihr wollt oder nicht 🙂

Elyanor, auch bloß Lya genannt, ist taff. Sie weiß ganz genau, was sie will und lässt sich von nichts abbringen. Um ehrlich zu sein, bewundere ich Lya. Sie ist einzigartig – mal ganz abgesehen davon, dass sie die Tochter des Teufels ist. Lya ist selbstbewusst und zielorientiert, sie setzt alles daran, ihre Pläne umzusetzen und lässt sich von nichts abbringen. Bis Zayden kommt. Denn Lya ist gleichzeitig sehr neugierig und mag es gar nicht, im Dunkeln zu tappen. In dieser Hinsicht kann ich mich sehr gut mit ihr identifizieren. Zu Beginn der Geschichten ist Lya kühl und reserviert, doch im Verlauf taut sie immer mehr und mehr auf (dafür gibt es auch einen ganz bestimmten Grund, aber Spoilergefahr, deshalb verrate ich nichts weiter). Sie ist loyal und ihren Freunden und Verbündeten treu ergeben. Selbst wenn es mal schwer oder sogar lebensbedrohlich wird, weiß sie, was richtig oder falsch ist und handelt danach. Lya ist für mich ein wirklich großartiger und gelungener Charakter mit viel Tiefe.

Zayden … was soll ich nur zu ihm schreiben? Blonde Haare, grüne Augen, ein Traumtyp. Mal ganz abgesehen davon, dass er Lya um jeden Preis tot sehen möchte, versteht sich. Auch wenn Lya und er es nicht wahrhaben wollen, so haben die beiden doch charakterlich einiges gemeinsam. Auch Zayden ist ehrgeizig und taff. Er glaubt an seine Überzeugungen und steht für sie ein. In dieser Hinsicht sind beide Charaktere großartige Vorbilder. Auch er steht hinter seinen Freunden, seinen Verbündeten und seiner Familie und würde alles für sie tun.

Zayden und Lya sind wie zwei Seiten einer Medaille.

Über Roy und Annie möchte ich eigentlich nicht so viele Dinge verraten … Roy und Lya haben eine ganz besondere Verbindung, schon von Anfang an. Ich liebe die Dialoge zwischen den beiden und ihre gegenseitige Schlagfertigkeit. Ich könnte ihnen einfach stundenlang zuhören. Und Annie – sie ist Lya eine so tolle Freundin, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Als Lya ihren Auftrag antritt, weiß sie es noch nicht, aber sie und Annie werden sich gegenseitig helfen und unterstützen. Die beiden werden zu Verbündeten, auch wenn Lya solch das vermutlich niemals erträumt hätte. Eine Freundschaft, die über alle Widrigkeiten besteht – einfach wunderschön!

Storyline

Wer von euch ist ein Percy Jackson-Fan so wie ich? Kurzzeitig hatte ich Percy-Jackson-Vibes, deshalb frage ich. Ja, ich weiß, Percy ist ein Halbgott und nicht der Sohn des Teufels … aber hey, I feel what I feel. So oder so, die Idee war mir gänzlich unbekannt (denn es hat absolut nichts gemein mit Percy Jackson 🙂 ) und ich liebe diese Idee! So gut wie alle Romantasy-Bücher, die ich gelesen habe, beginnen mit einem unschuldigen Mädchen, dass nicht weiß, welche Fähigkeiten in ihr stecken bzw. das sie kein normaler Mensch ist. Lya hingegen weiß von Anfang an, dass sie die Tochter des Teufels, die Prinzessin der Hölle ist. Und: Ich meine, sie ist die Prinzessin der H-Ö-L-L-E!!! So eine coole Idee! Ich meine, „normalerweise“ stehen die Hauptprotagonisten auf der „guten“ und „hellen“ Seite. An dieser Stelle ziehe ich meinen Hut vor Alexandra Stückler-Wede für diese grandiose Idee!

Setting & Atmosphäre

Lya ist die Tochter des Teufels. Daher ist ein Schauplatz der Geschichte, wer hätte es gedacht, die Hölle. Und ich muss zugeben, Alexandra Stückler-Wede hat hier einige Klischees aufgegriffen (aber mal ehrlich, wer stellt sich die Hölle schon mit einer Blumenwiese vor? Deshalb ist das hier keine Kritik!), hat aber auch einige (zumindest für mich) neue Elemente in die Hölle mit einfließen lassen. Das hat mich sehr positiv überrascht und ich mochte die Szenen in der Hölle sehr gerne (viel Spannung, viel Action und eine taffe Lya! 🙂 ) Des Weiteren spielte die Geschichte in London, England. Hier mal ein ganz großes YEAH für alle England-Fans, wie mich. Ich LIEBE es, wenn Geschichten in Großbritannien spielen. Leider ist das ja eher seltener der Fall (oder ich erwische immer die Bücher, die in den USA spielen, who knows?). Einfach traumhaft!

Schreibstil

Alexandra Stückler-Wede hat einen ganz eigenen, wunderschönen Schreibstil! Auch wenn ein paar Wortwiederholungen drin waren, die den Leseablauf etwas gestört haben, mochte ich die Art und Weise. Die Seiten flogen dahin ohne das ich es wirklich realisiert habe. Die kleineren Wiederholungen fallen auch gar nicht auf, wenn man zu einhundertprozent in der Geschichte drin ist.

(An dieser Stelle muss ich vermutlich gestehen, dass ich einen Großteil des Buches in der Berufsschule gelesen habe. I know, I know, shame on me. Aber wir hatten unsere letzte Woche und haben entweder gegessen, sind in der Stadt rumgelaufen oder haben Rate-Spiele gespielt – also war es okay. Dadurch war ich aber auch immer etwas abgelenkt und wurde teilweise aus der Geschichte rausgerissen)

Mein Lieblingszitat

Es hat etwas gedauert, bis ich rausgefunden habe, wo ich auf meinem Handy Zitate markieren kann. Und dann habe ich die Seite beinahe nicht wiedergefunden … Aber ich habe es geschafft und kann mein Lieblingszitat jetzt und hier mit euch teilen:

„Ich war noch nie ein Freund von kitschigen Pärchensachen gewesen, aber hier mit Zayden zu sein, hatte etwas Magisches an sich. Dieser ganze Mann war magisch. Er hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem Charakter und seiner Magie verzaubert und um den Finger gewickelt.“

„Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis“ | Alexandra Stückler-Wede | Seite 317

Schlusswort

„Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis“ ist ein wunderschönes Romantasy-Buch, dass mich restlos begeistern konnte. Die Charaktere sind tiefgründig, die Gefühle sind echt und die Story ist grandios. Manche Klischees wurden erfüllt, manches war vorhersehbar, anderes dafür hat mich vollkommen unvorbereitet getroffen. Ich habe mit Lya gebangt, mit ihr gelacht und hatte kurzzeitig Tränen in den Augen (wie gesagt, ich habe in der Berufsschule gelesen…). Ach übrigens, für alle, die es jetzt unbedingt lesen möchten oder die es schon gelesen haben: Es kommt ein zweiter Teil raus! „Elyanor 2“ ist in Planung! Mehr erfahrt ihr bei @alexandra_nordwest (Instagram) oder auf ihrer Homepage (der Link ist im Insta-Profil, wenn ich mich nicht täusche). Ich persönlich bin sehr gespannt, wie die Geschichte um Lya weitergeht. Nach diesem Ende war die Geschichte eigentlich für mich abgeschlossen. Aber ich bin auf jeden Fall gespannt, was noch kommt und freue mich schon sehr auf „Elyanor 2“.